Neue globale Studie von Valtech zeigt: Fachkräfte sind bereit für agentische KI; Unternehmen jedoch noch nicht

13. Juli 2026

Künstliche Intelligenz hat den Schritt von der Experimentierphase in den Arbeitsalltag geschafft. Die meisten Unternehmen sind allerdings noch immer auf den Einsatz isolierter KI-Assistenten ausgerichtet und nicht auf vernetzte, KI-gestützte Arbeitsweisen. Zu diesem Ergebnis kommt The Agentic Age, eine neue globale Studie von Valtech.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.003 Fachkräften aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum, die KI im beruflichen Kontext nutzen. Sie zeigt, dass KI bereits fest im Arbeitsalltag verankert ist und messbare Produktivitätsgewinne erzielt. Die nächste Herausforderung besteht darin, Arbeitsabläufe, Governance-Strukturen und Entscheidungsbefugnisse so neu zu gestalten, dass KI unternehmensweit Mehrwert schaffen kann.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:

  • 74 % fühlen sich damit wohl, wenn KI klar definierte Aufgaben eigenständig übernimmt, solange die Verantwortung beim Menschen bleibt.
  • 75 % haben noch keine integrierten oder durchgängigen KI-gestützten Arbeitsprozesse erreicht.
  • 77 % wünschen sich, dass KI eine größere Rolle dabei spielt, die Zusammenarbeit über Teams und Systeme hinweg zu verbessern.
  • Nur 4 % glauben, dass zusätzliche KI-Pilotprojekte den größten Mehrwert schaffen würden.
  • 86 % geben an, dass KI ihre Produktivität um mindestens 10 % verbessert hat.

Die Ergebnisse weisen auf eine neue Reifephase von KI im Unternehmensumfeld hin. Mitarbeitende fordern nicht länger lediglich Zugang zu weiteren KI-Tools. Sie möchten, dass KI repetitive Arbeiten reduziert, Prozesse beschleunigt, die Qualität verbessert und Arbeitsabläufe über Teams, Tools und Systeme hinweg verbindet.

„Die Einführung von KI am Arbeitsplatz ist längst nicht mehr die größte Herausforderung. Die Belegschaft ist bereits einen Schritt weiter“, so David Toma, Vice President Strategy & Consulting DACH bei Valtech. „Jetzt kommt es darauf an, ob Unternehmen nachziehen und klar definieren, wo KI unterstützen kann, wo sie eigenständig handeln darf und wo die Verantwortung weiterhin beim Menschen liegen muss.“

Die Studie zeigt außerdem, dass Mitarbeitende offen dafür sind, KI mehr Aufgaben bei der Ausführung und Koordination zu übertragen. Sie wünschen sich jedoch nicht, dass menschliche Verantwortung entfällt. Die endgültige Freigabe von Entscheidungen wie Personal- und Teamentscheidungen, strategischen Entscheidungen sowie ethischen oder risikorelevanten Entscheidungen bleiben Bereiche, in denen menschliche Kontrolle am wichtigsten ist.

Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag für Führungskräfte. Die nächste Phase der KI-Transformation werden diejenigen Unternehmen gewinnen, die ihre Prozesse konsequent an den Stellen neu gestalten, an denen KI Effizienz steigert und Mitarbeitende von Routinetätigkeiten entlastet, damit sie sich auf Innovation, Kreativität und strategische Wertschöpfung konzentrieren können.

„Teams verlangen von ihren Führungskräften nicht mehr Experimente, sondern weniger Reibungsverluste“, ergänzt Toma. „Die Unternehmen, die im Agentic Age erfolgreich sein werden, sind diejenigen, die einzelne KI-Anwendungen zu vernetzten, gut gesteuerten Arbeitsprozessen weiterentwickeln. Erst dadurch entwickelt sich KI von einem individuellen Produktivitätsgewinn zu einem echten Wettbewerbsvorteil für das gesamte Unternehmen.“

Der vollständige Bericht ist hier verfügbar.

Über die Studie

The Agentic Age basiert auf einer strukturierten Online-Befragung, die im Mai 2026 unter 1.003 Fachkräften durchgeführt wurde, die KI im beruflichen Kontext einsetzen.

Zu den Befragten gehörten Fachkräfte aus den Bereichen Operations, Software Engineering, AI Engineering, Architektur, Strategie, Marketing, digitale Transformation, Finanzen, Unternehmenssteuerung, Data Science, Analytics, Produktmanagement, UX, Design, Delivery, Programmmanagement, Release Management, Qualitätssicherung (QA) und Testing.

Die Stichprobe umfasste Teilnehmende aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Alle Antworten wurden anonym erhoben; die Datenerhebung und -verarbeitung erfolgten im Einklang mit den Anforderungen der DSGVO.

Über Valtech

Valtech ist weltweit führend im Bereich Experience Innovation und entwickelt digitale Lösungen, die Menschen begeistern und Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten. Mit nachhaltigen, menschenzentrierten Ansätzen unterstützen wir Marken dabei, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein und neue Maßstäbe zu setzen. Unser Team aus 6.000 Mitarbeitenden in 24 Ländern verbindet Fachwissen, Branchenexpertise und kulturelle Perspektiven, um intelligente und personalisierte digitale Erlebnisse zu schaffen.

An der Schnittstelle von Daten, KI, Kreativität und Technologie entwickeln wir Lösungen, die Menschen erreichen, Unternehmen wachsen lassen und neue Werte in einer zunehmend digitalisierten Welt schaffen. Zu unseren Kunden zählen weltweit führende Marken wie AXA, Dolby, L’Oréal, LVMH, Mars, Mercedes, P&G, Santander, Toyota und Volkswagen. Entdecken Sie unsere Projekte unter valtech.com.